Hoch hinaus zur Wilden Kreuzspitze

Ein stiller Bergsee, schmale Höhenwege und schließlich der Blick von 3.132 Metern: Die Wanderung auf die Wilde Kreuzspitze zählt zu den eindrucksvollsten Bergtouren in der Almenregion Gitschberg Jochtal. Gerade jetzt ist die beste Zeit, diesen besonderen Gipfel zu erleben.

Wer in den Bergen nicht nur Erholung, sondern auch eine echte Herausforderung sucht, findet sie auf dem Weg zur Wilden Kreuzspitze. Mit einer Höhe von 3.132 Metern ist sie einer der markantesten Gipfel der Region und ein lohnendes Ziel für erfahrene, konditionsstarke Wanderer.

Auch für unsere Gastgeberin ist diese Tour etwas Besonderes. Es freut sie jedes Mal, wenn Gäste am Morgen voller Vorfreude aufbrechen und am Abend mit leuchtenden Augen, müden Beinen und vielen Eindrücken ins Panorama Living Dolomites zurückkehren.

Jetzt ist die beste Zeit für die Gipfeltour

Die Monate Juli und August bieten meist die besten Bedingungen für eine Wanderung auf die Wilde Kreuzspitze. Die Wege sind in der Regel schneefrei, die Tage lang und die Temperaturen in den höheren Lagen angenehm.

Allzu lange sollte man mit der Tour jedoch nicht warten: Auf über 3.000 Metern kann bereits im September wieder der erste Schnee liegen. Wer die Wilde Kreuzspitze in diesem Sommer noch erleben möchte, sollte daher einen stabilen Wettertag nutzen und früh am Morgen starten.

Ausgangspunkt: das Bergdorf Fane Alm

Vom Panorama Living Dolomites fahren Sie zunächst mit dem Auto nach Vals. Am besten parken Sie nicht direkt im Dorf, sondern fahren bis zum oberen Parkplatz bei der Fane Alm. Dadurch sparen Sie wertvolle Zeit und Energie, die Sie für den langen Aufstieg noch gut gebrauchen können.

Die Fane Alm gilt als eines der schönsten Almdörfer Südtirols. Kleine Holzhütten, grüne Almwiesen und rauschende Bergbäche bilden den stimmungsvollen Auftakt für die bevorstehende Gipfeltour.

Von hier folgen Sie dem Wanderweg Nr. 18 in Richtung Labesebenhütte.

Über die Labesebenhütte zum Wilden See

Der Weg führt stetig bergauf durch die ursprüngliche Berglandschaft des Valsertals. Vorbei an der Labesebenhütte erreichen Sie nach ungefähr dreieinhalb Stunden den Wilden See auf 2.532 Metern Höhe.

Hier lohnt es sich, eine ausgiebige Pause einzulegen. Mit einer Tiefe von rund 46 Metern gilt der Wilde See als der tiefste Bergsee Südtirols. Eingebettet zwischen schroffen Gipfeln, leuchtet sein klares Wasser je nach Lichteinfall tiefblau oder türkisfarben – ein stiller, beinahe magischer Ort am Fuße der Wilden Kreuzspitze. Gleichzeitig bietet sich die Rast hervorragend an, um neue Kraft für den anspruchsvollsten Abschnitt der Wanderung zu sammeln.

Über das Rumbaljoch auf die Wilde Kreuzspitze

Vom Wilden See führt ein schmaler Steig weiter hinauf zum Rumbaljoch. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Bergerfahrung sind auf diesem Abschnitt unbedingt erforderlich.

Über die Südostflanke steigen Sie schließlich zur Wilden Kreuzspitze auf. Nach insgesamt etwa fünf Stunden erreichen Sie den Gipfel auf 3.132 Metern.

Oben angekommen öffnet sich ein weiter Blick über die Pfunderer Berge und die umliegende Südtiroler Bergwelt. Nach dem langen Aufstieg ist dieser Moment meist besonders intensiv: die Stille, die klare Höhenluft und das Gefühl, einen echten 3.000er aus eigener Kraft erreicht zu haben.

Abstieg über den Aufstiegsweg oder die Brixner Hütte

Für den Rückweg können Sie denselben Weg wählen, den Sie bereits vom Aufstieg kennen.

Alternativ führt eine abwechslungsreiche Route durch das Rauhtal hinunter. Von dort gelangen Sie auf den Pfunderer Höhenweg und weiter zur Brixner Hütte. Anschließend führt der Weg zurück zur Fane Alm.

Für die gesamte Tour sollten Sie – je nach gewählter Abstiegsvariante und persönlichem Tempo – mindestens siebeneinhalb Stunden einplanen.

Alle Tourendaten auf einen Blick

Ausgangspunkt: Oberer Parkplatz bei der Fane Alm in Vals
Gipfel: Wilde Kreuzspitze, 3.132 m
Höhe Wilder See: 2.532 m
Gehzeit bis zum Gipfel: ungefähr 5 Stunden
Gesamtgehzeit: mindestens 7,5 Stunden
Schwierigkeit: anspruchsvoll
Geeignet für: geübte, konditionsstarke und trittsichere Bergwanderer
Empfohlene Jahreszeit: Hochsommer bei stabiler Wetterlage

Gut vorbereitet auf den 3.000er

Für die Wanderung benötigen Sie feste Bergschuhe, ausreichend Wasser und Proviant, warme Kleidung sowie Regen- und Sonnenschutz. Auch im Hochsommer kann sich das Wetter in dieser Höhe rasch verändern.

Prüfen Sie deshalb vor dem Start unbedingt die aktuelle Wetterlage und brechen Sie frühzeitig auf. Bei unsicherem Wetter sollte die Tour verschoben werden.

Nach dem Gipfel zurück ins eigene Reich

Nach einem langen Tag am Berg gibt es kaum etwas Schöneres, als ins eigene Apartment zurückzukehren, die Wanderschuhe auszuziehen und die müden Beine hochzulegen. Vielleicht wartet danach bereits die private Sauna – und vor den großen Fenstern noch einmal der Blick auf jene Bergwelt, die Sie wenige Stunden zuvor selbst durchwandert haben.

Die Wilde Kreuzspitze ist keine Wanderung für zwischendurch. Sie ist ein echtes Bergerlebnis, das Kondition verlangt und lange in Erinnerung bleibt. Und genau deshalb freut es unsere Gastgeberin immer besonders, wenn Gäste diesen Gipfel während ihres Aufenthalts bei uns entdecken, da sie jeder Jahr selbst die Wilde Kreuzspitze erklimmt.

Hoch hinaus zur Wilden Kreuzspitze

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